Vernissage "Lebenszeit" - 2025
Europahaus Mayrhofen in Tirol

Werke von Sabine Schwirtlich & Johannes J. Hintersteiner

DER BÄR UND DER TREIBER

GESCHICHTE

Wenn die Fasnacht kommt und das Tal noch im Schatten des Winters liegt,

regt sich tief in den Bergen ein uraltes Wesen.

Der Bär erwacht.

Er ist nicht nur Tier. Er ist die Wildnis selbst - der  letzte Wiederstand des Winters, das Ungezähmte, das der Mensch nie ganz besiegt.

Darum trägt er die Kette.

Nicht weil man den Bären festhalten will - sondern weil die Kette ein jährlicher immer wiederkehrender Bann ist.

Eine Grenze, ein Zeichen, dass die wilde Kraft in die Welt treten darf, ohne sie zu verschlingen.

Und vor ihm geht der Treiber.

Es ist kein Herr. Er ist ein Hüter.

Er führt den Bären durch die Gassen 

wie durch ein altes Ritual - damit aus Chaos wieder Ordnung wird

und der Frühling heimkehren kann.

 

 

ERKLÄRUNG DER SAGE

Man muss den Bären verstehen, bevor man ihn führen kann.

Denn der Bär ist nicht nur ein Tier, dass man in Ketten legt.

Er ist das, was in den Bergen wohnt, 

wenn der Winter lange bleibt.

Wildnis, Kraft, Hunger nach Freiheit - ein uralter Rhythmus vereint uns Menschen mit der Natur und den Jahreszeiten.

Wir spüren die Stärke tief in uns und vereinen uns mit unserer Heimat,

wo wir aufgewaschen sind und wo wir leben.

Darum trägt er die Kette. Nicht als Strafe.

Sondern als Bann, wie ihn die Alten kannten:

Ein Zeichen, dass diese Macht in die Welt treten darf,

doch nicht ungebrochen, nicht blind.

Und der Treiber ist nicht sein Feind.

Er ist der, der den Bann hält.

Der die Grenze kennt.

Er geht vor dem Bären, damit die Kraft nicht zerstört,

sondern wandelt.

So ist es jedes Jahr:

Der Bär darf sich zeigen.

Die Wildnis darf atmen - 

Doch geführt, gebunden, behütet - bis Ordnung und Leben wieder stark genug sind.

 

Und wenn der Bär am Ende verschwindet, weis das Tal:

Der Winter hat seinen letzten Schatten verloren und der Frühling darf kommen.

 

 

 

08
FEB
2026

Buabefasnacht Imst in Tirol

DER LETZTE ECHTE SCHWAN

"Zwei Schwäne gleiten durch die Dunkelheit.

Einer wirkt lebendig, wach, fast verletzlich. 

Der andere scheint zu glatt, zu still - mehr Erinnerung als Wesen. Vielleicht ist er echt.

Vielleicht nur ein Überbleibsel aus einer Zeit , in der Natur nachgebaut wurde, weil sie längst verloren ging.

 Das Bild erzählt von einer Zukunft, in der man nicht mehr sicher ist, was noch lebt und was nur noch so aussieht."

WÄCHTER DER STILLE

"Zwei Löwen blicken aus einer Welt ohne Farbe.

 Ihre Körper sind nur angedeutet, fast vom Hintergrund verschluckt, doch ihre Blicke sind klar und wach.

Sie wirken wie Hüter eines unsichtbaren Raumes

 -  ein Bild über Präsenz und stille Stärke."

KAPELLE ZWISCHEN  ANDACHT UND AUFLÖSUNG

"Der Raum ist noch da - aber nicht mehr ganz greifbar.

Säulen, Bögen und architektonische Fragmente tauchen auf und lösen sich wieder in Licht auf.  

Der Altar ist nur noch Erinnerung, ein Nachklang von Ritualen, Stimmen und Stille.

Das Bild zeig keinen konkreten Ort, sondern das Gefühl eines heiligen Raumes, der weiterlebt, selbst wenn seine Funktion längst vergangen ist."

VERWACHSEN

"Was einmal gebaut wurde, beginnt zu verschwinden.

Linien von Architektur sind noch spürbar, doch sie lösen sich in Schichten aus Farbe, Struktur und Zeit auf. 

Grün breitet sich aus, überlagert Spuren menschlicher Ordnung und verwandelt sie langsam. 

Das Bild zeigt keinen konkreten Ort, sondern den Moment, in dem Natur sich Raum zurückholt."

VOR DEM SPRUNG LEOPARD

"Der Leopard erscheint nicht laut, sondern gesammelt.

Sein Körper formt sich aus Farbschichten und Linien,

als würde er aus der Stille selbst entstehen.

Das Bild zeigt den Moment vor der Bewegung - gespannte Wachtheit und stille Kraft."

FLUGHUND IM ZWISCHENRAUM

"Der Flughund hängt in einem Zustand zwischen Bewegung und Stillstand, zwischen Anfang und Ende.

Das Bild zeigt das Dazwischen - jene leise Phase des Seins, in der alles möglich ist und zugleich alles vergeht."

ADLER NACH DEM HÖHEPUNKT

"Der Adler wirkt präsent und ruhig.

Doch seine Stille trägt bereits die Ahnung von Vergänglichkeit in sich.

Das Bild erzählt vom Moment nach der größten Höhe - wenn Kraft noch spürbar ist, aber der Wandel schon begonnen hat."

DIE TAUCHERIN UNTER DER OBERFLÄCHE

"Die Taucherin befindet sich im Übergang zwischen zwei Welten.

Pflanzen umgeben ihr Gesicht, Hände tasten sich durch eine lebendige, fremde Umgebung.

Das Bild erzählt von bewussten Eintauchen

 -  in Natur, Stille und innere Tiefe."

AUF DEM WEG

"Die Kamele bewegen sich ruhig durch eine weite Landschaft. Kein Ziel ist sichtbar - nur der Weg selbst zählt. 

Das Bild erzählt von Ausdauer,  Gemeinschaft und dem Weitergehen über lange Zeiträume hinweg."

VERBUNDEN

"Zwei Frauen begegnen sich in einem Raum aus Farbe, Bewegung und Licht.

Ihre Formen gehen ineinander über, werden Teil der selben Linie.

Das Bild erzählt von Nähe, Vertrauen und einer Verbindung, die über das Sichtbare hinausgeht."

GETRAGENE LANDSCHAFT

"Die Landschaft ist auf ein Fell gemalt - ein Träger, der selbst Leben und Geschichte in sich trägt.

Natur als Motiv trifft auf Natur als Material.

Das Bild spricht von Kreisläufen,

Ursprung und Vergänglichkeit."

Sabine
Malermeisterin I Künstlerin

In meinen freien Werken beschäftige ich mich mit Struktur, Pigment und natürlichen Materialien.

Oberfläche, Malerei verschiedene gesellschaftliche Themen stehen im Mittelpunkt meiner Arbeiten.

In meinen aktuellen Arbeiten bewege ich mich zwischen Realität und Auslösung. 

Vertraute Motive stehen in einem Umfeld aus Farbe, Struktur und Bewegung

- ein Spiel zwischen Ordnung und Veränderung, das Raum für eigene Gedanken lässt.

 

 

ARTfair Messe Innsbruck -  2024

Ausstellung Viniculti Rosenheim  - 2022/2023

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